Autor Wątek: [tłumaczenie] artykuł o zastosowaniu konopii  (Przeczytany 687 razy)

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[tłumaczenie] artykuł o zastosowaniu konopii
« dnia: Maj 23, 2008, 22:57:11 pm »
Seit einem halben Jahrhundert wird Marihuana geächtet und tabuisiert - weil Kiffer auf härtere Drogen umsteigen könnten. Doch diese Diskussion ist einseitig, wie eine neue Studie belegt: Die Pflanze hat einen nahezu universellen Nutzen, ihre Legalisierung könnte der Landwirtschaft ebenso nützen wie der malträtierten Umwelt.
Dieses weite Land Amerika, fast 3000 Meilen von Küste zu Küste; diese endlosen Prärien, Äcker und Autobahnen! Jack Herer, 53, sieht heute schon vor sich, wie er in naher Zukunft im Biomobil durch ein blühendes Ökotopia reisen wird.
Stunde um Stunde, Tag für Tag werden Felder von ozeanischen Ausmaßen seinen Weg säumen. Pflanzen, so hoch wie drei Männer, werden ihre Stengel und die üppigen Büschel ihrer siebenlappigen Blätter im Wind wiegen. Und aus dem Autoradio wird der melodische Reggae des jamaikanischen Rastamannes Peter Tosh plätschern.
Noch Ende der achtziger Jahre lagen in den USA 35 Millionen Hektar als landwirtschaftliche Reserve brach. Nun, zur Jahrtausendwende, umspannt ein Grüngürtel die Nation, und die ökologische Vernunft regiert. Der "ertragreichste nachwachsende Rohstoff des Planeten" (Herer) wird endlich in großem Stile kultiviert.
Die Rede ist von Hanf (lateinisch: Cannabis sativa, umgangssprachlich: Marihuana), der wegen ihrer berauschenden Wirkung vor allem in der westlichen Welt geächteten Feldpflanze - und Herer, Buchautor und oberster Lobbyist der kalifornischen Organisation Help End Marijuana Prohibition (Hemp), wird nicht müde zu erklären, daß dieses Grünzeugs nicht bloß dazu gut ist, es zu trocknen und in Joints zu stopfen.
Der erste Entwurf der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wurde auf Hanfpapier verfaßt. Rembrandt, van Gogh und Gainsborough malten auf Hanfleinwänden. Aus Hanf wurden Farben und Lacke hergestellt. Englands Königin Victoria inhalierte Hanfharze bei Menstruationsbeschwerden.
Eine solche Vielzweckpflanze, behauptet der Idealist Herer tapfer, sei ein Allheilmittel für die Umwelt und die rezessionsgeplagte Wirtschaft. Die industrielle Verwendung des Naturstoffs könne "die Luftqualität verbessern", sein Anbau "den vorhandenen Reichtum auch auf ländliche Gebiete umverteilen" und sogar, ein beinahe revolutionärer Gedanke, "den Kapitalismus auf die Probe stellen".
Legalisierung - das klingt immer noch nach dem Wunschdenken spinnerter Kiffer, die von unbegrenzter Verfügbarkeit des Marihuanas träumen und ihm aus eigensüchtigen Motiven eine phantastische Vielzahl von Gebrauchswerten andichten. --- S.141
Tatsache jedoch ist: Die Debatte um die internationale Hanfprohibition muß neu geführt werden - möglichst ohne Emotionen und Vorurteile. Denn Herer und unabhängige Wissenschaftler aus aller Welt legen Fakten über den Nutzen des Cannabis vor, die nicht mit einem subjektiven Interesse am milden Dusel abgetan werden können. Die berauschende Wirkung, hervorgerufen durch die Substanz Tetrahydrocannabinol (THC), spielt in dieser Diskussion nur eine Nebenrolle.
In dem nächste Woche erscheinenden Buch "Hanf - die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Cannabis Marihuana" zeichnet Herer die Geschichte des Hanfs und seiner Diskriminierung nach, die auf unternehmerischem Kalkül beruht. Der Berliner Wissenschaftsjournalist Mathias Bröckers, 39, erweiterte den Text um die deutsche Perspektive, und das renommierte Kölner Katalyse-Institut für angewandte Umweltforschung prüfte die Behauptungen von der scheinbar universellen Rohstoffquelle in einer Studie**.
Das Druckwerk ist selbst sinnfälliges Beispiel für eine von unzähligen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze: Es wurde als erstes seit gut einem Jahrhundert wieder vollständig auf Hanfpapier gedruckt (wie vor einem halben Jahrtausend die Gutenberg-Bibel). Und es erweitert den eindimensional geführten Streit über die gesellschaftlichen Folgen einer Freigabe von Dope um ökonomische und ökologische Gesichtspunkte.
Hanf ist für die Papiergewinnung effizienter als Holz und enthält, anders als Bäume, nicht das Gift Lignin, welches die Gewässer belastet. Der Textilrohstoff Hanf ist haltbarer als Baumwolle; Hanfprodukte sind außerdem eine wirkungsvolle Alternative zu vielen chemischen Arzneimitteln.
« Ostatnia zmiana: Maj 23, 2008, 23:01:33 pm wysłana przez maja »

 

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